Ich bin heute Nachmittag über Voicethread.com gestolpert und begeistert von den Funktionen, die sich herrvorragend für Lehr-Lernanwendungen anbieten. Mit diesem Portal kann ich ähnlich einem Diskussionsforum auch mittels Video- , Audio- und Textkommentaren asynchron kommunizieren. Hochgeladene Fotos, Bilder oder Audiodateien können von anderen Usern über Text, Audio, Video und Telefon kommentiert werden. Mit einem wählbaren Stift ist es möglich, auf der Ausgangsdatei zu malen um so bspw. auf bestimmte Auffälligkeiten im Bild hinzuweisen. Dies wird in den Kommentaren in Echtzeit wiedergegeben, so das dies synchon zum gesprochenen Kommentar geschieht. Dazu ist das ganze dann noch, wie unten zu sehen, “embeddebale”. Also eine Menge Funktionen für kollaboratives, kreatives Arbeiten und Lernen!
Über der Blog von Michael Kerres bin ich auf die Slides von Joachim Quandt aufmerksam geworden. Joachim Quandt aus Pamplona betreibt mit deuschlernen.net eine Plattform zum Thema Deutsch lernen als Fremdsprache. Im Rahmen der 36. Jahrestagung des Fachverband für Deutsch als Fremdsprache führte er den Web 2.0 Gedanken im Bezug auf Lernumgebungen konsequent fort: Die Gestaltung einer Lernumgebung führe letztendlich zu einer selbst gestalteten, persönlichen Lernumgebung. Wie so ein PLE (personal learning environment) aussehen und „gebaut“ werden kann, erklärt er auf untenstehenden Folien. Allerdings ist auch hier, wie bei vielen Web 2.0 basierten Lehr-Lern-Tools, eine hohe Lernkurve in Fragen der Medienkomptenz seitens der Anwender gegeben. Somit ist auch die Zielgruppe klar: Technikaffine und hoch (medien)kompetente, selbstgesteuerte Lerner (also Gilly Salmon Sufe: 5+*). Wenn ich mir aber Gedanken um eine weniger medienkompetente Zielgruppe mache, muss ich dies berücksichtigen und dementsprechend weniger explorative Umgebungen anbieten.
Zurück aus dem Urlaub und der damit verbundenen erholsamen Offline-Zeit, stellt sich mir nun als frischgebackener Master die Frage: Wie geht’s weiter? Nun, nachdem wir mit meiner Lerngruppe „qwert“ den erfolgreichen Studiumsabschluss begossen hatten (Jungs: Wir hatten nichts rotes zu trinken… aber ansonsten die komplette Farbpalette durch: Das sollten wir beim nächsten E-Day nachholen ) , galt es am nächsten Tag im Rahmen des E-Day mein Medienprojekt vorzustellen. Dabei konnte ich das didaktische Design und die damit verbundenen Intentionen zu eduportable einem rege interessierten Auditorium vorstellen. Besonders schön dabei die Reaktion eines Zuhörers: „Von so etwas habe ich geträumt…“. Wow, da war ich platt. Für die Zukunft sind ein schöneres Design und ein mobiler Zugriff vom Handy aus geplant. Realisiert werden soll dies per „multi-Theme“. Drupal ist da ja mdoul-mäßig bestens gerüstet. Aktuell vertiefe ich dazu meine Kenntnisse in CSS, php und co.
Und sonst? Inhaltlich werden mich die Themen, mit denen ich u.a. die letzen (mündlichen) Prüfungen bestritten habe, weiter beschäftigen: Game based Learning, Lernen in virtuellen Welten (SL und Co.), E-Moderation und blended Learning-Konzepte. Also allesamt Themen, die auch beim kommenden Educamp vom 10.-12. Oktober 08 in Berlin diskutiert werden: Ich freu mich drauf.
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@ralfa Was meinst Du mit Blog-Projekten in Kitas? Bloginhalte von Kindern oder Bloginhalte von ErzieherInnen zur Projekt-Dokumentation? in reply to ralfa2010-07-21